Erstes Aufklärungsseminar des FE-Netz – Ein Nachmittag voller Wissen, Austausch und Verbundenheit
Am 5. April 2025 war es so weit: Unser Verein FE-Netz – Familien nach Eizellspende veranstaltete im Ewald-Steinle-Haus im Wildpark Pforzheim sein erstes Aufklärungsseminar – ein Meilenstein in unserer Vereinsarbeit. 31 Teilnehmer*innen waren vor Ort, darunter Eltern mit Kleinkindern und Babys, Schwangere sowie Interessierte, die diesen besonderen Weg noch vor sich haben. Begleitet wurden sie von Moderatorin Daniela Walch, Fachreferentin Sandra Hösl und Erfahrungsrednerin und Vorstandsfrau Sylvia Giese-Kreutzer.
Die besondere Lage des Veranstaltungsorts – mitten im Wildpark – wurde von vielen besonders geschätzt. Während drinnen das Seminar lief, konnten Begleitpersonen und Kinder draußen spielen oder die Tiere ansehen.
Trotz verspätetem Start – der erste warme Frühlingstag sorgte für volle Parkplätze – wurde das Seminar ein voller Erfolg. Besonders die ausführliche Vorstellungsrunde entwickelte sich spontan zu einem zentralen Element des Tages. Viele der Teilnehmenden sprachen zum ersten Mal in einem geschützten Raum über ihre Erfahrungen mit der Eizellspende. So entstand eine entspannte und offene Atmosphäre von Anfang an. Es war bewegend zu sehen, wie sich Geschichten ähnelten, wie schnell eine Vertrauensbasis entstand – und wie deutlich wurde: Wir sind nicht allein. Besonders berührend: Fünf Familien berichteten offen, dass sie sowohl genetisch eigene als auch durch Eizellspende entstandene Kinder haben – eine Erkenntnis, die für viele eine Last von den Schultern nahm.
Sandra Hösl überzeugte mit einem fundierten und gut verständlichen Fachvortrag zu vielen Aspekten der Aufklärung von Kind und Umfeld nach Eizellspende. Der Vortrag stieß auf großes Interesse und viele gezielte Nachfragen.
In der Pause bei Kaffee und Kuchen wurde die Atmosphäre noch lockerer. Hilfsmittel zur Aufklärung, wie diverse Bücher lagen aus und wurden mit großem Interesse betrachtet. Es entwickelten sich Gespräche untereinander, es wurde gelacht, gefragt, geteilt – und vernetzt. Danach berichtete Sylvia Giese-Kreutzer sehr persönlich von ihrem Aufklärungsweg und ihren Erfahrungen. Viele praktische Fragen wurden gestellt, etwa zur Kommunikation im Kindergarten oder im Freundeskreis. Besonders schön: Die Teilnehmer*innen begannen, sich gegenseitig zu unterstützen und eigene Erfahrungen einzubringen.
Pünktlich zum Ende um 18 Uhr ging ein rundum gelungener Nachmittag zu Ende – aber viele blieben noch, tauschten sich weiter aus und zeigten großes Interesse an Regionalgruppen und weiteren Treffen. Bereits kurz nach dem Seminar verzeichnete unser Verein und die Regionalgruppen einen deutlichen Zuwachs – ein Zeichen dafür, wie groß das Bedürfnis nach Austausch und Zugehörigkeit ist.
Wir nehmen aus diesem Tag nicht nur wertvolles Wissen mit, sondern vor allem ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Einige Kleinigkeiten werden wir beim nächsten Mal optimieren – aber die Stimmung, der Austausch und die Wirkung dieses Seminars waren einfach „richtig, richtig toll“.
Weiterführendes
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