Archiv des Autors: Daniela Walch

Fachinformationen zu Familien nach Eizellspende

Einleitung

Diese Fachinformationen richten sich an Menschen, die sich vertieft mit den Hintergründen beschäftigen möchten. Für praktische Unterstützung im Alltag findest du zusätzlich hilfreiche Inhalte bei unseren Ratgebern für Eltern sowie Kinderbüchern.


Ethik und Gesellschaft

Deutscher Ethikrat – Embryospende, Embryoadoption und elterliche Verantwortung
(Deutscher Ethikrat, unter Publikationen kostenfrei zum Herunterladen oder Bestellen)

  • Zielgruppe: Fachpersonen, interessierte Eltern, gesellschaftspolitisch Interessierte
  • Stil: wissenschaftlich, differenziert, argumentativ
  • Fokus: ethische, rechtliche und gesellschaftliche Einordnung
  • Besonderheiten: offizielle Stellungnahme mit hoher fachlicher Tiefe
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Eine fundierte und differenzierte Auseinandersetzung mit einem komplexen Thema. Weniger alltagsnah, dafür sehr hilfreich zur Einordnung und Meinungsbildung. Besonders geeignet für alle, die Hintergründe verstehen möchten und nach Fachinformationen suchen.


Studien und Grundlagen

Susan Golombok (Universität Cambridge): A longitudinal study of families formed through third-party assisted reproduction: Mother-child relationships and child adjustment from infancy to adulthood
2023 im Journal „Developmental Psychology“ erschienen (-> zur Studie)

  • Titel (deutsch):Eine Längsschnittstudie zu Familien nach assistierter Reproduktion mit Drittbeteiligung: Mutter-Kind-Beziehungen und kindliche Entwicklung von der frühen Kindheit bis ins Erwachsenenalter
  • Studiendesign: Längsschnittstudie über ~20 Jahre
  • Untersuchte Gruppen: Familien nach Eizellspende, Samenspende, Leihmutterschaft + Vergleichsgruppe
  • Studienziel: Untersuchung, wie sich Eltern-Kind-Beziehungen und die psychische Entwicklung von Kindern in Familien mit Drittbeteiligung bei der Reproduktion langfristig entwickeln
  • Zentrale Erkenntnis: Die Beziehungsqualität innerhalb der Familie ist entscheidend, nicht die genetische Abstammung; Kinder entwickeln sich langfristig psychisch stabil und unauffällig
Kurze Zusammenfassung

Die Langzeitstudie zeigt, dass Kinder aus Familien mit Eizellspende, Samenspende oder Leihmutterschaft keine Nachteile in ihrer psychischen Entwicklung haben. Ihre sozialen Kompetenzen, ihr Wohlbefinden und ihre Beziehungen entsprechen denen von Kindern aus natürlich entstandenen Familien.

Die Eltern-Kind-Beziehungen sind durchweg stabil und oft besonders bewusst gestaltet. Entscheidend ist dabei nicht die biologische Verwandtschaft, sondern die emotionale Qualität der Beziehung. Zudem profitieren Kinder davon, wenn sie früh und offen über ihre Entstehung informiert werden.

Insgesamt bestätigt die Studie, dass alternative Familienformen langfristig gut funktionieren und stabile Entwicklungsbedingungen bieten.

Interessant empfinden wir vom FE-Netz die Daten zur Aufklärungsrate bei Familien, die mit Hilfe Dritter entstanden sind: Bei Familien nach Eizellspende war sie deutlich höher als nach Samenspende, wohingegen alle Familien aus Leihmutterschaft die Kinder über ihre Entstehung aufgeklärt haben. 

Hier ergänzend ein interessanter Artikel zur Studie: https://science.orf.at/stories/3218717/


Weiterführend

Unsere Informationsarbeit ist eng mit unserem Engagement in der politischen und gesellschaftlichen Arbeit verbunden. Dort setzen wir uns für die Rechte und Sichtbarkeit von Familien nach Eizellspende ein.

Wenn du unsere Arbeit unterstützen oder Teil des Netzwerks werden möchtest, freuen wir uns über dein Interesse an einer Mitgliedschaft im FE-Netz.

Erfahrungsberichte und Ratgeber für Eltern nach Eizellspende

Schnelle Orientierung

Ich suche etwas für mich als Elternteil…
Erfahrungsberichte anderer Familien
Mit Kindern über die Spende sprechen
Mit dem Umfeld sprechen

Wenn du zusätzlich nach kindgerechten Büchern suchst, findest du auf unserer Seite Kinderbücher zur Aufklärung nach Eizellspende eine passende Auswahl für verschiedene Altersstufen.


Erfahrungsberichte anderer Familien

Daniela Vogel – Der zweite Strich: Mama dank offener Eizellspende in Dänemark
(SelfPublisher, über Amazon erhältlich)

  • Zielgruppe: Familien nach Eizellspende, Menschen mit Kinderwunsch, am Thema Interessierte
  • Stil: persönlich, emotional, autobiografisch mit informativen Anteilen
  • Besonderheit: Kombination aus Erfahrungsbericht, Einblicke in die Besonderheiten einer Eizellspende in Dänemark und Interviews
  • Fokus: unerfüllter Kinderwunsch, reproduktionsmedizinische Wege, Offenheit in der Familiengeschichte
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„Der zweite Strich“ von Daniela Vogel ist ein sehr persönlicher Erfahrungsbericht über einen langen und oft belastenden Weg zum Wunschkind. Nach rund zehn Jahren unerfülltem Kinderwunsch und zahlreichen Behandlungen schildert die Autorin ihren Weg zur Schwangerschaft durch eine offene Eizellspende in Dänemark. Dabei verbindet sie emotionale Einblicke mit hilfreichen Informationen zu rechtlichen Rahmenbedingungen, Klinikwahl und dem Umgang mit Spende und Offenheit innerhalb der Familie.
Der Schreibstil ist nahbar und ehrlich, wodurch man die Höhen und Tiefen gut nachvollziehen kann. Insgesamt ein mutmachendes und informatives Buch für alle, die sich mit Kinderwunsch, Eizellspende und alternativen Wegen zur Familiengründung beschäftigen.


Maren Schlüter-Isenbeck – Unsere Kinder: ein Geschenk. Wie wir dank Eizellspende eine Familie wurden
(FamART Verlag)

  • Zielgruppe: Familien nach Eizellspende, Menschen mit Kinderwunsch, am Thema Interessierte
  • Stil: persönlich, reflektiert, emotional + informativ (Erfahrungsbericht)
  • Besonderheit: authentische Einblicke in den Weg zur Familie durch Eizellspende inkl. psychischer, partnerschaftlicher und gesellschaftlicher Aspekte
  • Fokus: unerfüllter Kinderwunsch, Kinderwunschbehandlung, Entscheidungsprozess zur Eizellspende und Familiengründung im Ausland
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Die Autorin schreibt zu Ihrem Buch: Mein Herzensprojekt ist da! Am 1. Juli 2025 ist mein Buch im Verlag FamArt erschienen und ich bin unglaublich stolz uns dankbar. Es erzählt die besondere Entstehungsgeschichte unserer Familie. Drei wundervolle Kinder bereichern unser Leben, doch der Weg zu ihnen war alles andere als einfach. Ohne die Möglichkeit der Eizellspende, die in Deutschland leider noch immer verboten ist, wären wir heute keine Familie. Eine Entscheidung, die wir uns nicht leicht gemacht haben und ein Thema, das uns bis heute begleitet. Mit meinem Buch möchte ich allen Wunscheltern Mut machen, die ähnliche Wege gehen. Das Buch plädiert für mehr Offenheit im Umgang mit Kinderwunschbehandlungen, aber vor allem für die Legalisierung der Eizellspende in Deutschland, weil es keine rechtlichen oder ethischen Gründe mehr für ein Verbot gibt. Unsere Kinder wachsen in einem Land aus, das ihre Entstehung rechtlich nicht anerkennt. Das darf so nicht bleiben. Ich wünsche mir, dass wir alle offen, liebevoll und selbstbewusst über unsere Geschichten sprechen können, ganz besonders mit unseren Kindern. Danke an alle, die uns begleitet haben.


Marion Kraft & Petra Thorn – Eizellspende: Wie geht es den Familien?
(FamART Verlag)

  • Zielgruppe: Erwachsene (insbesondere (Wunsch-)Eltern, Fachpersonen, Beratende)
  • Stil: sachlich, dokumentarisch, erfahrungsbasiert (Sammlung von Berichten)
  • Fokus: Leben als Familie nach Eizellspende, Umgang mit Herkunft, Aufklärung und sozialem Umfeld
  • Besonderheit: Beteiligung des FE-Netz, reale Familienberichte aus erster Hand, teils anonym, teils offen – ergänzt durch psychosoziale Perspektive
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Dieser kompakte Ratgeber versammelt mehrere persönliche Erfahrungsberichte von Familien, die ihren Kinderwunsch mithilfe einer Eizellspende erfüllt haben. Die Beiträge geben ehrliche Einblicke in zentrale Fragen: Wie erleben Eltern die Schwangerschaft ohne genetische Verbindung, wie wird mit Offenheit gegenüber dem Kind umgegangen und wie reagiert das Umfeld? Besonders deutlich wird, dass viele Familien sich bewusst für einen offenen Umgang entscheiden, um Geheimnisse zu vermeiden und ihren Kindern Sicherheit zu geben. Gleichzeitig zeigt das Buch, dass dieser Weg individuell ist und auch Unsicherheiten, Zweifel und Lernprozesse beinhaltet. Insgesamt entsteht ein realistisches, differenziertes Bild vom Familienleben nach Eizellspende, das Mut macht und Orientierung bietet.


Petra Thorn & Iolande Rodino – Die Kunst der Familienbildung
(FamART Verlag)

  • Zielgruppe: Erwachsene / Jugendliche; Menschen mit Kinderwunsch und nach Kinderwunschbehandlung
  • Stil: dokumentarisch, persönlich, bildstark, hochwertig (Portraitband)
  • Besonderheit: echte Erfahrungsberichte aus verschiedenen Perspektiven (Eltern, Kinder, Spender:innen, Leihmütter)
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„Die Kunst der Familienbildung“ von Petra Thorn und Iolanda Rodino zeigt eindrucksvoll welch vielfältige Wege zur Familiengründung es gibt. In Form persönlicher Porträts berichten Eltern, Kinder, Spender:innen und Leihmütter von ihren Erfahrungen mit Samenspende, Eizellspende, Embryonenspende und Leihmutterschaft. Die Mischung aus authentischen Geschichten, Fotografien und kurzen Texten schafft einen sehr nahbaren und emotionalen Zugang zum Thema. Besonders hervorzuheben ist die wertschätzende, normalisierende Darstellung moderner Familienformen und reproduktionsmedizinischer Wege. Insgesamt ein bewegendes und aufklärendes Buch, das Vielfalt sichtbar macht und Mut zur Offenheit vermittelt.


Ratgeber für Eltern – mit Kindern sprechen

Geeignet für: Sicherheit, konkrete Unterstützung, Umgang im Alltag


Olivia Montuschi – Offen gesprochen Bd. 1: Über die Familienbildung mit Spendersamen reden, mit Kindern bis 7 Jahre
(DI-Netz)

  • Fokus: Gespräche mit Kindern bis 7 Jahre
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Dieser Ratgeber richtet sich im englischen Original an alle Eltern, die ihre Familie mit Hilfe von Gametenspende (Eizellspende, Samenspende, Embryoadoption) gegründet haben und planen ihre Kinder über ihren besonderen Weg aufzuklären.


Petra Thorn – Samenspende & Co: Kinder aufklären
(FamART Verlag)

  • Zielgruppe: Eltern, Beratende, Fachpersonen
  • Stil: klar, strukturiert, fachlich fundiert und zugleich verständlich
  • Fokus: altersgerechte Aufklärung von Kindern
  • Besonderheiten: konkrete Tipps, entwicklungspsychologisch fundiert, bewährt in der Beratungspraxis
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Ein etablierter Ratgeber, der Eltern Sicherheit im sensiblen Thema Aufklärung gibt. Die klaren Empfehlungen und Beispiele sind direkt umsetzbar. Besonders überzeugend ist der kindzentrierte, wertschätzende Ansatz.


Ratgeber für Eltern – mit dem Umfeld sprechen

Geeignet für: Sicherheit, konkrete Unterstützung, Umgang im Alltag


Olivia Montuschi – Offen gesprochen Bd. 5: Über die Familienbildung mit Spendersamen reden, mit Freunden und Verwandten
(DI-Netz)

  • Fokus: Gespräche mit Umfeld
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Das englische Original wurde für Eltern geschrieben, die jegliche Art von Gametenspende zur Familiengründung verwendet haben.
Mit diesem Ratgeber liegt ein Band vor, der sich mit der Aufklärung des sozialen Umfeldes befasst. Es geht um die Weitergabe der Information an Familienangehörige oder Bekannte.

Wie entscheidet man, wer Bescheid wissen sollte? Ab welchem Alter überlässt man dem Kind die Entscheidung? Mit welcher Reaktion sollte man rechnen?
All diese Fragen werden in dem vorliegenden Band diskutiert, angereichert mit zahlreichen Zitaten von Betroffenen.


Julia König – Samenspende, Eizellspende & Co: Mit Familie und Freunden sprechen
(FamART, auch auf kinderwunschcoaching.eu erhältlich)

  • Zielgruppe: Eltern nach Spende, insbesondere im Austausch mit dem sozialen Umfeld
  • Stil: praxisnah, direkt, alltagsorientiert
  • Fokus: Kommunikation mit Familie, Freunden und Umfeld
  • Besonderheiten: konkrete Gesprächsimpulse und Formulierungsbeispiele
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Ein hilfreicher Begleiter für typische Gesprächssituationen im Alltag. Das Buch nimmt Unsicherheiten ernst und bietet gut umsetzbare Anregungen. Besonders wertvoll für Eltern, die offen kommunizieren möchten, aber nach den richtigen Worten suchen.


Petra Thorn – Info-Brief für heterosexuelle Eltern nach Eizellspende, heterosexuelle Eltern nach Embryonenspende, Solo-Mütter nach Embryonenspende
(FamART, unter Bonus kostenfrei zum Herunterladen)

  • Zielgruppe: Eltern, pädagogische Fachkräfte (Kita, Schule)
  • Stil: kurz, sachlich, leicht verständlich
  • Fokus: Aufklärung über Familienformen nach Eizell- und Samenspende im Alltag
  • Besonderheiten: kostenlos, gezielt für den Einsatz im Bildungsumfeld konzipiert
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Eine sehr zugängliche und praxisnahe Informationsquelle, die sich besonders gut eignet, um das Umfeld eines Kindes zu sensibilisieren. Die Inhalte sind klar strukturiert und schnell erfassbar. Ideal für Eltern, die unkompliziert Material zur Weitergabe suchen.

Auch wir (Daniela) haben unserem Kindergarten dieses Material zur Verfügung gestellt, und es wurde dankbar angenommen.


Weiterführend

Das FE-Netz hat als deutsche Vereinigung von Familien nach Eizellspende jahrelange Erfahrung in der Aufklärung nach Eizellspende. Neben den Literaturtipps bieten wir mit unseren Angeboten für Familien persönlichen Austausch in einem geschützten Rahmen. Du möchtest dich mit anderen austauschen oder unsere Arbeit unterstützen? Dann erfahre mehr über eine Mitgliedschaft im FE-Netz

Kinderbücher zur Aufklärung nach Eizellspende

Als Familie nach Eizellspende suchst du nach Büchern zur Aufklärung nach Eizellspende; Bücher, in denen eure Familienform repräsentiert wird und die deinem Kind helfen, seine Entstehung zu verstehen. Bücher können helfen, Worte zu finden, Gespräche zu beginnen und Sicherheit zu geben. Hier findest du eine Auswahl – sortiert nach Themen und Situationen. Du musst nicht das perfekte Buch finden, wichtig ist deine offene Haltung. Ergänzend findest du auf unserer Seite zu Ratgebern für Eltern weitere Unterstützung für Gespräche im Alltag und zur altersgerechten Aufklärung.

Schnelle Orientierung

Ich suche etwas für …

kindgerechte Aufklärung nach Eizellspende
kindgerechte Aufklärung über biologische Grundlagen
Verständnis über unterschiedliche Familienformen

Aufklärung nach Eizellspende

Geeignet für: wiederholte Gespräche, emotionale Annäherung, Worte finden.


Aufklärungsbücher für ganz kleine Kinder

Petra Thorn – Unsere Familie: Ein Buch für Familien mit Wunschkindern nach Eizellspende / Embryonenspende
(FamART Verlag)

  • Alter: ab ca. 2 Jahren
  • Besonderheit: personalisierbar, viele Bilder
  • Geeignet für: Familien nach Eizellspende / Solo-Mütter nach Embryonenspende (jeweils eigene Bücher)
  • Fokus: Einstieg in die eigene Geschichte
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Sehr gut geeignet für den frühen Einstieg für die Aufklärung nach Eizellspende. Durch die Personalisierung kann das Buch direkt an die eigene Familiengeschichte angepasst werden. Wenig Text und viele Bilder machen es auch für sehr kleine Kinder zugänglich.


Aufklärungsbücher Kinder ab 3

Julia König – Von Wunschkindern und Glücksboten
(FamART Verlag) / www.Kinderwunschcoaching.eu

  • Alter: ab ca. 3 Jahren
  • Besonderheit: personalisierbar
  • Geeignet für: Familien nach Eizellspende, Samenspende oder Doppelspende
  • Fokus: verständliche Erklärung Geschichte
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Die Psychologin, Lebens- und Sozialberaterin Julia König hat eine wunderschön illustrierte Geschichte geschrieben. Es soll Eltern Mut machen, mit ihrem Kind offen über ihren Herzenswunsch, die besondere Form der Entstehung und ihr Familienglück zu sprechen.

Ein gut zugängliches Buch für erste Gespräche für die Aufklärung nach Eizellspende. Hilft, die Entstehung kindgerecht zu erklären und Gespräche anzustoßen.


Nicole Klein – Unser kleiner Anfang mit einer Eizellspende / Embryonenspende
(GlanzFunke Verlag)

  • Alter: ab ca. 3 Jahren
  • Besonderheit: in zwei Varianten erhältlich – Eizell- und Embryonenspende.
  • 2025 erschienen
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Dieses liebevoll gestaltete Kinderbuch erzählt auf einfühlsame Weise die besondere Geschichte eines Kindes, das durch eine Eizellspende entstanden ist. Mit einfachen, altersgerechten Worten und warmen Illustrationen hilft es Eltern, ihrem Kind den eigenen Anfang ehrlich und behutsam zu erklären. Dabei steht nicht die medizinische Erklärung im Vordergrund, sondern das Gefühl von Wunsch, Liebe und Zusammenhalt. Die Geschichte schafft Nähe und gibt Kindern Sicherheit, ihre Herkunft als etwas ganz Besonderes zu verstehen. Ein wertvoller Begleiter für Familien, die offen und liebevoll über ihren Weg zum Wunschkind sprechen möchten.


Wava Cirisan – The very special ducklings

  • Alter: ab ca. 3 Jahren
  • Besonderheit: in einfachem Englisch
  • Geeignet für: Embryonenspende, Eizellspende
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Ein englischsprachiges Buch zur Aufklärung nach Embryonenspende, bereits 2004 in Kanada erschienen. Sehr einfache Geschichte in leichtem Englisch.
Gut geeignet als sanfter Einstieg oder für Familien, die mehrsprachig aufwachsen.


 Kimberly Kluger-Bell – The Pea That Was Me

  • Alter: ab ca. 3 Jahren
  • Besonderheit: einfaches Englisch
  • Geeignet für: Familien nach Eizellspende
  • Fokus: vermittelt grundlegende Konzepte
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Verfasst von einer renommierten Psychotherapeutin, die kindgerechte und leicht verständliche Sprache verwendet, ist dieses Buch seit 2012 ein bewährter Klassiker zur Aufklärung nach Eizellspende. Es vermittelt die drei grundlegenden Voraussetzungen für die Entstehung eines Babys (Eizelle, Samen und ein Bauch zum Heranwachsen). Kinder erfahren dabei, dass eine „sehr liebe Frau“ geholfen hat, sie in ihre Familie zu bringen.


Sarah Morandini – Das allergrößte Geschenk
(Bucher Verlag) ! derzeit nur gebraucht erhältlich

  • Alter: ab ca. 3 Jahren
  • Stil: emotional
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Erzählt die Geschichte vom Kinderwunsch bis zum Kind. Stellt das Kind als „Geschenk“ in den Mittelpunkt und eignet sich gut für emotionale Zugänge.


Aufklärungsbücher für Kinder ab 4

Sandra Cesna & Anna Raggi – Wir wollten dich
(https://www.wirwolltendich.ch/de)

  • Alter: ab ca. 4 Jahren
  • Besonderheit: medizinisch korrekt dargestellt
  • Geeignet für: heterosexuelle Familien nach Eizellspende
  • Fokus: kindzentriert, einfühlsam
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Verbindet eine kindgerechte Perspektive mit sachlich korrekten Informationen. Gut geeignet, um Verständnis und emotionale Sicherheit zu verbinden.


Carmen Martinez Jover – A Tiny Itsy Bitsy Gift of Life

  • Alter: ab ca. 4 Jahren
  • Besonderheit: einfaches Englisch, erhältlich in drei Varianten: Junge, Mädchen, Zwillinge
  • Geeignet für: Familien nach Eizellspende
  • Fokus: kindzentriert, einfühlsam
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Dieses liebevoll gestaltete Kinderbuch erzählt die Geschichte eines Hasenpaares, das mithilfe einer Eizellspende ein Baby bekommt. Durch die einfache, kindgerechte Sprache und die niedlichen Tierfiguren wird das Thema auf einfühlsame und verständliche Weise vermittelt. Eine warme und hilfreiche Geschichte, die Familien dabei unterstützt, Kindern ihre besondere Entstehung zu erklären, zur Aufklärung nach Eizellspende


Herzbauchmama – Das magische Wunderei und der lange Weg zum Glück
(Paramon Verlag)

  • Alter: ab ca. 5 Jahren
  • Geeignet für: Embryonenspende, Doppelspende, Eizellspende; anonyme Spende
  • Stil: visuell, märchenhaft, relativ lange Geschichte
  • Besonderheit: viele Gesprächsanlässe
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Dieses Buch ist vor allem eine Geschichte über einen langen Kinderwunsch. Es geht um Durchhaltevermögen, seine Ziele nicht aus den Augen zu verlieren, um den Mut, Neues auszuprobieren und niemals aufzugeben. Sehr liebevoll gestaltet mit süßen Illustrationen.
Die Geschichte ist etwas länger, bietet dafür aber viele Möglichkeiten, ins Gespräch zu kommen.

Das Schwanenpaar möchte so gerne ein Kind und versucht so vieles – doch nichts funktioniert und sie sind ganz traurig. Doch dann schenkt ihnen die Schwanenkönigin ein Ei …

Dadurch, dass die Schwanenkönigin ein Ei schenkt, aus dem dann ein Kind schlüpft, ist es für mich eher eine Geschichte über Embryonen- oder Doppelspende, mit Erklärung auch für Eizellspende. Die Königin zeigt ihr Gesicht nicht – sie bleibt anonym. Das kann Kinder helfen, die auch aus einer anonymen Spende entstanden sind.


Gabi Deeg – Die Glockenelfen
(Windy Verlag)

  • Alter: ab ca. 5 Jahren
  • Stil: poetisch, märchenhaft
  • Besonderheit: auch für Geschwister geeignet, vor allem wenn das größere Kind genetisch eigen ist und das kleine Kind aus Eizellspende ist
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Ein sehr poetischer Zugang zur Familienentstehung. Die Kinder entstehen hier aus Glockenblumen – eine märchenhafte Erzählweise.

Über Familiengründung sprechen: ein Elfen-Paar und ein unerfüllter Kinderwunsch

In einem fernen Land leben die Glockenelfen, die aus Blumenkelchen geboren werden. Auch die Glockenelfe Firella und ihr Mann Amander wünschen sich ein kleines Baby. Deshalb kommen beide in der Abenddämmerung in ihren geheimen Garten, um eine der vielen Glockenblumen-Blüten zum Leuchten zu bringen. Doch das will einfach nicht gelingen und das Elfen-Paar wird immer trauriger. Als ein kleiner Vogel unerwartete Hilfe anbietet, machen sie sich auf einen langen Weg, um eine ungewöhnliche Idee umzusetzen: Eine Blume mit Vogelgesang im Garten einer anderen Glockenelfe zu erleuchten!

Einfühlsam und mit vielen Metaphern aus der Elfenwelt erzählt Gabi Deeg im Kinderbuch „Die Glockenelfen“ von den liebevollen Bemühungen eines Paares auf ihrem Weg zum erfüllten Kinderwunsch.

  • Thema „Kinderwunsch“ feinfühlig und poetisch verpackt als Elfengeschichte
  • Künstliche Befruchtung & Co: Einfühlsam über Familienformen und ihre Entstehung sprechen
  • Liebe und Mut: Bestärkt darin, niemals aufzugeben, Hilfe anzunehmen und ungewöhnliche Wege auszuprobieren
  • Elfen und Blumen: mit farbenfrohen Illustrationen von Friederike Ablang
  • Auch für Geschwisterkinder und solche, die bald große Schwester oder Bruder werden

Nicht nur das sensible Thema „Kinderwunsch“ wird in dieser Elfengeschichten bildhaft und altersgerecht erklärt. Auch auf die Frage „Wo komme ich her?“ weiß die Fabel Antwort und geht dabei ganz behutsam auf künstliche Befruchtung, Eizellspende & Co. ein. So gelingt Eltern in allen Lebenssituationen eine aufgeschlossene und liebevolle Aufklärung!#


Biologische Grundlagen

Geeignet für: Verständnis von Körper und Entstehung


Dr. med. Konstantin Wagner – Familie Weißbescheid auf Fruchthöhlenforschung
(RiWi Verlag)

  • Alter: ab ca. 3 Jahre bis Grundschule
  • Fokus: konkrete, kindgerechte Erklärung von Zeugung, Schwangerschaft und Geburt; auch künstliche Befruchtung und Spende werden erwähnt
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„Auf Fruchthöhlen-Forschung“ ist ein liebevoll gestaltetes Kinderbuch, das sich auf ein zentrales Thema konzentriert: die kindgerechte Aufklärung über Schwangerschaft, Geburt und die Entstehung von Leben. Im Mittelpunkt stehen die Geschwister Mathilda und Lasse, die – wie viele Kinder – neugierige Fragen stellen und verstehen möchten, woher Babys eigentlich kommen. Die Geschichte greift diese Fragen in einer alltagsnahen Situation auf und entwickelt daraus ein offenes Gespräch innerhalb der Familie. Dabei werden sowohl die Zeugung als auch unterschiedliche Geburtsformen verständlich und ehrlich erklärt, ohne dabei zu überfordern.
Besonders hervorzuheben ist die klare, sachliche und gleichzeitig warme Sprache, die Kindern Sicherheit gibt und Eltern unterstützt, schwierige Themen anzusprechen. Das Buch legt großen Wert auf korrekte Begriffe und eine wertfreie Vermittlung, wodurch Unsicherheiten und Tabus bewusst vermieden werden. Gleichzeitig bleibt es altersgerecht und einfühlsam, sodass Kinder sich ernst genommen und nicht überfordert fühlen.
Die Illustrationen sind liebevoll gestaltet und zeigen bewusst vielfältige Körper, Lebensrealitäten und Familienformen. Dadurch entsteht ein realistisches und inklusives Bild, das über klassische Rollenbilder hinausgeht.
Ein besonderes Konzept sind die Klappen im Buch, hinter denen detailliertere Darstellungen verborgen sind. So können Eltern und Kinder individuell entscheiden, wie viel Information ihr Kind zu einem bestimmten Zeitpunkt aufnehmen soll.
Ergänzend bieten QR-Codes zusätzliche Erklärungen für Erwachsene, was das Buch auch für Eltern zu einer wertvollen Unterstützung macht.
Inhaltlich überzeugt das Buch durch seine authentischen Kinderfragen, die viele Familien aus dem Alltag kennen. Diese werden ernst genommen und nachvollziehbar beantwortet, ohne auszuweichen oder zu beschönigen. Gleichzeitig vermittelt die Geschichte eine wichtige Botschaft: Alle Fragen dürfen gestellt werden, und ehrliche Antworten sind erlaubt. Das Buch schafft eine offene Atmosphäre, in der Kinder ihre Neugier ausleben können.

Insgesamt ist „Auf Fruchthöhlen-Forschung“ ein durchdachtes, modernes Aufklärungsbuch, das Wissen, Offenheit und Empathie miteinander verbindet.
Es eignet sich besonders für Familien, die ihre Kinder früh, ehrlich und ohne Scham begleiten möchten.
Ein wertvoller Begleiter für neugierige Kinder – und eine große Hilfe für Eltern, die die richtigen Worte finden wollen.


Cory Silverberg – Wie entsteht ein Baby
(Mabuse Verlag)

  • Alter: ca. 4–8 Jahre
  • Stil: schlicht, ruhig, kindgerecht
  • Besonderheit: inklusiver Ansatz ohne klassische Rollenbilder
  • Fokus: Grundlagen der Entstehung eines Babys ohne Details zum Geschlechtsverkehr
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„Wie entsteht ein Baby?“ von Cory Silverberg ist ein modernes, einfühlsames Aufklärungsbuch, das Kindern die Entstehung von Leben in einfachen und klaren Worten erklärt. Im Mittelpunkt stehen die grundlegenden Bausteine – Eizelle, Samenzelle und ein Ort zum Wachsen – wodurch das Buch bewusst inklusiv gehalten ist und für alle Familienformen passt. Die farbenfrohen, eher abstrakten Illustrationen unterstützen das Verständnis, ohne zu überfordern. Besonders gelungen ist die wertfreie, offene Sprache, die Gespräche zwischen Eltern und Kindern erleichtert. Insgesamt ein ruhiges, durchdachtes Buch für einen sensiblen Einstieg ins Thema.


Familienformen verstehen

Geeignet für: Vielfalt sichtbar machen und normalisieren


Alexandra Maxeiner – Alles Familie!
(Klett Kinderbuch)

  • Alter: ab ca. 5 Jahren
  • Stil: humorvoll, quirlig, illustrativ und leicht erklärend
  • Besonderheit: viele konkrete Beispiele und spielerische Darstellung komplexer Familienstrukturen
  • Fokus: Vielfalt von Familienformen (Patchwork, LGBTQ+/Regenbogen, Adoption, Wahlverwandtschaft)
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„Alles Familie!“ von Alexandra Maxeiner ist ein lebendiges und humorvolles Kinderbuch, das die Vielfalt von Familien auf kreative Weise zeigt. Anhand vieler kurzer Beispiele werden Patchwork-, Regenbogen-, Adoptiv- und Ein-Eltern-Familien sowie klassische und ungewöhnliche Verwandtschaftsverhältnisse vorgestellt. Die Mischung aus sachlichen Informationen und witzigen Illustrationen macht komplexe Zusammenhänge für Kinder leicht verständlich und greifbar. Besonders gelungen ist der spielerische Umgang mit dem oft „verwirrenden“ Beziehungsgeflecht moderner Familien, der gleichzeitig für viele Aha-Momente sorgt. Insgesamt ein originelles und wichtiges Buch, das Vielfalt normalisiert und zeigt: Jede Familie ist einzigartig.


Britta Kiwit & Emily Claire Völker – Ach, das ist Familie?
(Edition Michael Fischer)

  • Alter: ca. 5–10 Jahre
  • Stil: bunt, modern, dialogorientiert und bewusst inklusiv formuliert
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„Ach, das ist Familie?!“ von Britta Kiwit ist ein modernes, vielfältiges Kinderbuch, das Familie jenseits klassischer Rollenbilder neu denkt. Es zeigt unterschiedlichste Lebensrealitäten – von Regenbogenfamilien, LGBTQIA+ Eltern, Patchwork- und Ein-Eltern-Familien bis hin zu Pflegefamilien, Wahlfamilien und diversen Bezugspersonen. Dabei werden Themen wie Identität, Geschlechtervielfalt, Gleichberechtigung, Inklusion und gesellschaftliche Diversität offen und kindgerecht angesprochen. Die Botschaft ist klar: Familie ist dort, wo Liebe, Fürsorge und Zusammenhalt gelebt werden.
Besonders hervorzuheben sind die sensiblen Formulierungen, die bewusst inklusiv sind (z. B. jenseits von Mutter-Vater-Klischees), sowie die vielen Gesprächsanlässe zu Themen wie LGBTQ+, Gender, Zugehörigkeit und Akzeptanz.
Die farbenfrohen Illustrationen und ergänzenden Infokästen für Eltern machen das Buch sowohl zu einem Vorlesebuch als auch zu einem wertvollen Bildungs- und Gesprächsimpuls.
Insgesamt ein wichtiges, zeitgemäßes Buch über Vielfalt, Diversität und die vielen Formen von Familie in unserer heutigen Gesellschaft.


Du möchtest dein Kind einfühlsam begleiten und suchst weitere Unterstützung?
Dann entdecke auch unsere Angebote für Familien oder informiere dich, wie du unsere Arbeit durch eine Mitgliedschaft unterstützen kannst.

7. & 8. März 2022: Teilnahme an den Kinderwunschtagen 2022 Berlin.

Stand bei den Kinderwunschtagen 2022 - Flyer, Poster, Aufklärungsbücher

Der Besuch der Kinderwunschtage Berlin war ein tolles Erlebnis.

Wir konnten zahlreiche Kontakte knüpfen.
Viele Kinderwunschtherapeuten und – ärzte haben uns herzlich begrüßt und wir haben einige interessante Gespräche geführt.
Immer wieder hörten wir den Satz „Gut, dass es endlich eine Stimme für die Familien gibt!“

Auch die Vertreter der verschiedenen Kliniken haben uns angesprochen, sie wünschen sich einen Ansprechpartner für ihre Patientinnen, wenn diese unsicher sind, ob/wie sie ihre Kinder aufklären sollen. Wir hoffen, dass wir dabei helfen können.

Viele Frauen und Paare kamen auf uns zu, um uns persönlich kennenzulernen und zu erfahren, wie der Alltag mit Kindern aus Eizellspende ist.
Gemeinsam war allen, dass sie sich für die Aufklärung der Kinder interessierten, teilweise waren sie sehr verunsichert und fragten sich, ob ein Verschweigen der EZS nicht besser für die Kinder sei.
Wir hoffen, dass wir mit unseren, doch sehr persönlichen, Einblicken in unseren „Aufklärungsalltag“ dazu beitragen, diese Zweifel und Unsicherheiten auszuräumen, so dass die Kinder über ihre besondere Entstehungsgeschichte aufgeklärt werden.

Auf sehr großes Interesse stießen die von uns mitgebrachten Bücher.

Wir haben fleißig Flyer verteilt und freuen uns auf die Kinderwunschtage in Köln im September.

Weiterführend

Erfahre mehr über unsere Öffentlichkeitsarbeit. Die Poster, die du im Foto siehst, kannst du hier anschauen und herunterladen.

Erstes Aufklärungsseminar des FE-Netz – Ein Nachmittag voller Wissen, Austausch und Verbundenheit

Am 5. April 2025 war es so weit: Unser Verein FE-Netz – Familien nach Eizellspende veranstaltete im Ewald-Steinle-Haus im Wildpark Pforzheim sein erstes Aufklärungsseminar – ein Meilenstein in unserer Vereinsarbeit. 31 Teilnehmer*innen waren vor Ort, darunter Eltern mit Kleinkindern und Babys, Schwangere sowie Interessierte, die diesen besonderen Weg noch vor sich haben. Begleitet wurden sie von Moderatorin Daniela Walch, Fachreferentin Sandra Hösl und Erfahrungsrednerin und Vorstandsfrau Sylvia Giese-Kreutzer.

Die besondere Lage des Veranstaltungsorts – mitten im Wildpark – wurde von vielen besonders geschätzt. Während drinnen das Seminar lief, konnten Begleitpersonen und Kinder draußen spielen oder die Tiere ansehen.

Trotz verspätetem Start – der erste warme Frühlingstag sorgte für volle Parkplätze – wurde das Seminar ein voller Erfolg. Besonders die ausführliche Vorstellungsrunde entwickelte sich spontan zu einem zentralen Element des Tages. Viele der Teilnehmenden sprachen zum ersten Mal in einem geschützten Raum über ihre Erfahrungen mit der Eizellspende. So entstand eine entspannte und offene Atmosphäre von Anfang an. Es war bewegend zu sehen, wie sich Geschichten ähnelten, wie schnell eine Vertrauensbasis entstand – und wie deutlich wurde: Wir sind nicht allein. Besonders berührend: Fünf Familien berichteten offen, dass sie sowohl genetisch eigene als auch durch Eizellspende entstandene Kinder haben – eine Erkenntnis, die für viele eine Last von den Schultern nahm.

Sandra Hösl überzeugte mit einem fundierten und gut verständlichen Fachvortrag zu vielen Aspekten der Aufklärung von Kind und Umfeld nach Eizellspende. Der Vortrag stieß auf großes Interesse und viele gezielte Nachfragen.

In der Pause bei Kaffee und Kuchen wurde die Atmosphäre noch lockerer. Hilfsmittel zur Aufklärung, wie diverse Bücher lagen aus und wurden mit großem Interesse betrachtet. Es entwickelten sich Gespräche untereinander, es wurde gelacht, gefragt, geteilt – und vernetzt. Danach berichtete Sylvia Giese-Kreutzer sehr persönlich von ihrem Aufklärungsweg und ihren Erfahrungen. Viele praktische Fragen wurden gestellt, etwa zur Kommunikation im Kindergarten oder im Freundeskreis. Besonders schön: Die Teilnehmer*innen begannen, sich gegenseitig zu unterstützen und eigene Erfahrungen einzubringen.

Pünktlich zum Ende um 18 Uhr ging ein rundum gelungener Nachmittag zu Ende – aber viele blieben noch, tauschten sich weiter aus und zeigten großes Interesse an Regionalgruppen und weiteren Treffen. Bereits kurz nach dem Seminar verzeichnete unser Verein und die Regionalgruppen einen deutlichen Zuwachs – ein Zeichen dafür, wie groß das Bedürfnis nach Austausch und Zugehörigkeit ist.

Wir nehmen aus diesem Tag nicht nur wertvolles Wissen mit, sondern vor allem ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Einige Kleinigkeiten werden wir beim nächsten Mal optimieren – aber die Stimmung, der Austausch und die Wirkung dieses Seminars waren einfach „richtig, richtig toll“.

Weiterführendes

-> Zu unserer Seminar-Übersicht (geplante und durchgeführte)
-> zu unseren Regionalgruppen

Regionalgruppen des FE-Netz e.V.

Unsere Regionalgruppen für Familien nach Eizellspende in Deutschland bringen Familien zusammen, die ähnliche Erfahrungen teilen. Sie bieten einen geschützten Raum für persönlichen Austausch, gegenseitige Unterstützung und echte Begegnungen – direkt vor Ort.

Warum sind Regionalgruppen so wertvoll?

Unsere Regionalgruppen sind dafür gedacht, Familien in der Nähe persönlich kennenzulernen. Die einzelnen Regionalgruppen treffen sich mehrmals im Jahr – die Abstimmung erfolgt unter den Familien in einer Chatgruppe (Signal). Typische Orte für Treffen sind z.B. Zoos, Biergärten mit Spielplätzen, usw. – wo sich Kinder miteinander beschäftigen können und Kontakte knüpfen können und ebenso die Erwachsenen.

Für viele sind die Regionalgruppen der einzige Ort, an dem sie sich über Aspekte der Familiengründung mit Eizell- oder Embryonenspende austauschen können. Wie geht ihr mit Kommentaren zur Ähnlichkeit um? Wissen bei euch eigentlich alle Bescheid? Habt ihr es dem Kindergarten erzählt? – das sind so typische Fragen, die man eben nur anderen Familien in der gleichen Lage stellen kann. Die Gespräche sind offen, ehrlich und ohne Erklärungsdruck, in einem geschützten Raum.

Aus unserer Erfahrung wissen wir, dass besonders für Kinder dieser persönliche Kontakt wertvoll ist:
Sie lernen andere Kinder kennen, die ebenfalls durch eine Eizellspende entstanden sind. Das stärkt das Gefühl von Normalität und hilft dabei, von Anfang an einen offenen und selbstverständlichen Umgang mit der eigenen Geschichte zu entwickeln.

Regionalgruppen entdecken

Folgende Regionalgruppen haben sich bis jetzt gegründet; weitere sind in Planung:

  • Baden-Württemberg
    • Großraum Stuttgart (inkl. östliches Hessen)
  • Hessen
    • Frankfurt am Main
  • Bayern
    • Nürnberg/Nordbayern
    • München
  • Nordrhein-Westfalen
    • Rheinland
    • Ostwestfalen-Lippe OWL (inkl. südliches Niedersachsen)
    • Münsterland
  • Niedersachsen
    • Hannover
  • Hamburg
  • Berlin

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Weitere Angebote für Familien

Neben den Regionalgruppen gibt es für unsere Mitglieder eine geschützte Chatgruppe (Signal) und jährliche deutschlandweite Familientreffen -> Zu den Angeboten.

Familientreffen 2023

Wir treffen uns in der Mitte

Am ersten Septemberwochenende 2023 fand in der Jugendherberge Hohe Fahrt am Edersee das erste bundesweite, überregionale Treffen von Familien nach Eizellspende statt. Die Jugendherberge bot mit ihrem Bungalowdorf ausreichend Kapazitäten für das Familientreffen, mit etwas über 30 Erwachsenen und 32 Kinder.
Die weite Anlage mit Hüpfkissen und Seezugang sowie der eigene Aufenthaltsraum gaben Kindern wie Erwachsenen niedrigschwellige Gelegenheiten um sich zu treffen und kennenzulernen. Gemeinsame Erlebnisse wurden bei der Fledermauswanderung, der Jahreshauptversammlung, in der Kinderdisco und beim Stockbrotgrillen geschaffen. Der nächtliche Waschbärbesuch an der Grillstelle wurde mit Fotobeweis in die Signalgruppe dokumentiert.

Wir sind eine Gruppe

Durch unsere Namensschilder und die Kinder waren wir als Gruppe zu erkennen und grenzten uns so von Einzelpersonen und dem fröhlichen Dackelclub ab. Die trinkfesten Kegelschwestern des Dackelclubs fragten dann nach, was wir für eine Art von Verein sind, wurden informiert und waren sofort voller Herzlichkeit auf unserer Seite. So sehr, dass sie an viele Kinder nach dem Stockbrotgrillen Knicklichter verteilten. So sorgten wir ganz nebenbei für ein wenig Aufklärung und Support.

Wir schließen Freundschaften

Die größeren Kinder waren oft selbstständig in kleinen Banden unterwegs und schlossen erste Freundschaften. Das Kennenlernen der kleineren Kinder ging naturgemäß über die Eltern.
Die Erwachsenen genossen die Möglichkeit des Austauschs. Es war schön zu sehen, dass man nicht alleine ist. Dass man Menschen, die in einer ähnlichen Lebenssituation sind, kennenlernen durfte. Je nach Charakter, Wunsch und Gelegenheit mit sowohl tiefgehenden als auch fröhlichen Gespräche über alles mögliche, auch über die besonderen Aspekte, die sich aus einer Eizellspende ergeben. Man wusste einfach, das Gegenüber versteht einen, musste nichts groß erklären.
Auch für unsere Kinder sind solche Treffen wichtig. Eine Umgebung, in der ihre besondere Entstehung ganz normal ist. Sie sind nicht alleine, es gibt andere Familien nach Eizellspende, das ist einfach ganz normal.

Wir sind FE-Netz

Es herrschte unter den Teilnehmern eine ganz besondere, schöne Atmosphäre. Und mich hat besonders bewegt, diese vielen Kinder zu sehen. Zu sehen, wieviel Leben und Freude aus den Eizellspenden entstanden ist und wieviel Liebe in den Familien ist. Man merkte einfach, da sind Wunschkinder, deren Eltern oft einen schweren Weg hinter sich haben.

Displaying

2024 fand das zweite jährliche Familientreffen statt; abermals in der Jugendherberge am Edersee. Wie das Jahr zuvor waren die Highlights die Fledermauswanderung, Stockbrotgrillen, Kinderdisco, Kinderolympiade und die Möglichkeiten, die das Gelände uns bot.

Auch gemeinsame Ausflüge, etwa zum Naturparkzentrum, standen auf dem Programm. Für die Eltern und unsere kleinsten Mitglieder gab es einen Krabbeltreff, in dem erste Freundschaften geschlossen werden konnten. Es waren wunderschöne Tage voller Spaß, voller fröhlicher Kinder in einer traumhaften Umgebung.