
Möchtest Du, dass wir ein Seminar zu diesem oder einem Thema rund um die Aufklärung nach EZS, in Deiner Nähe veranstalten? Dann kontaktiere uns unter: DanielaFENetz@gmail.com

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Sylvia, Vorsitzende FE-Netz e.V.

Ich wollte immer Mutter werden und als ich mit 36 meine erste Fehlgeburt hatte, hieß es von allen Seiten, das ist nicht ungewöhnlich und passiert vielen Frauen, versuchen Sie es einfach wieder. Erst mit 40 gingen wir schließlich in eine Kinderwunschklinik – gegen den Rat meiner Gynäkologin, die auch nach Jahren ohne eingetretene Schwangerschaft meinte, dass wir es einfach weiter versuchen sollten. In der Kinderwunschklinik wurde uns das volle Programm angeboten. Nach diversen Behandlungen, in denen nicht eine Schwangerschaft eintrat, zog mein Mann die Notbremse, da er sah, dass es mir psychisch von Behandlung zu Behandlung schlechter ging. In einem letzten Gespräch mit der Kinderwunschpraxis erklärte uns ein junger Arzt, dass die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft mit meinen Eizellen bei unter 1% liegen würde und riet uns, zur Eizellspende zu wechseln.
Weder mein Mann noch ich hatten je von Eizellspende gehört und so versuchten wir uns im Internet zu informieren. Parallel dazu informierten wir uns über die Möglichkeit einer Adoption, doch unser Alter machte jede Hoffnung dazu zunichte.
Für mich war die Eizellspende die einzige Möglichkeit auf ein eigenes Kind. Und so kontaktierten wir eine Klinik in Spanien. Drei Behandlungen und zwei Fehlgeburten später, wechselten wir die Klinik und gingen nach Tschechien. Dort wurde ich mit Zwillingen schwanger, aber auch diese Schwangerschaft endete wieder in einer Fehlgeburt. Damit war unser Traum auf ein eigenes Kind zu Ende, weder mein Mann noch ich hatten die Kraft für eine weitere Behandlung. Aber ich war nicht in der Lage abzuschließen und als dann, eigentlich eher zufällig, eine Grunderkrankung bei mir festgestellt wurde, die die ganzen Fehlgeburten erklärte, überredete ich meinen Mann zu einer letzten Behandlung. Diese brachte uns 2015 unseren Sohn, die Versuche für ein Geschwisterkind waren leider negativ.
Seit 2015 treffen wir uns mit anderen Familien, die ihre Kinder mit Hilfe einer Eizell- oder Embryonenspende bekommen haben. Dieser Austausch ist für mich sehr wichtig, gerade auch im Hinblick auf meinen Sohn. Er soll in dem Bewusstsein aufwachsen, dass die Eizellspende nichts Schlechtes ist und mit anderen Kindern, die die gleiche Geschichte haben, groß werden.
Stephanie, stellvertretende Vorsitzende FE-Netz e.V.

Birgit, Beisitzerin und Kassenwartin FE-Netz e.V.

Zwei Jahre lang haben wir versucht, auf natürlichem Wege schwanger zu werden. Nach unzähligen Versuchen mussten wir diesen Traum schweren Herzens aufgeben. Meine Gynäkologin verwies mich daraufhin an eine Kinderwunschklinik. Nach mehreren Untersuchungen begannen wir dort mit einer hormonellen Stimulation – doch leider zeigte diese keine Wirkung.
Wir beschäftigten uns anschließend mit dem Gedanken einer Adoption, sowohl im In- als auch im Ausland. Doch die Hürden – insbesondere aufgrund unseres Alters – waren zu hoch.
Eine Freundin, die selbst in Kinderwunschbehandlung war, erzählte mir schließlich von der Möglichkeit einer Eizellspende – etwas, das uns bis dahin völlig unbekannt war. Mit diesem Tag begann eine neue Reise für uns. Nach intensiver Recherche führte uns unser Weg nach Prag – und wir hatten großes Glück: Bereits der erste Versuch war erfolgreich. 2017 kam unsere wundervolle Tochter zur Welt.
Unsere Tochter weiß von Anfang an über ihre Entstehungsgeschichte Bescheid und hat auf den FE-Netz-Familienwochenenden bereits viele schöne Freundschaften geschlossen.
Auch wenn unser Weg nicht geradlinig war, war er genau der richtige für uns. Ich wünsche mir, dass mehr Menschen erfahren, wie vielfältig Familien entstehen können – und dass jede Familie, die durch Liebe und Hoffnung verbunden ist, als solche anerkannt wird.
Ich setze mich dafür ein, dass Familien wie unsere mehr Sichtbarkeit und Unterstützung erfahren. Denn jedes Kind, das aus Liebe entsteht – ganz gleich auf welchem Weg –, ist ein Geschenk.
Daniela, Beisitzerin FE-Netz e.V.

Mein Partner und ich haben über 10 Jahre lang versucht ein Kind zu bekommen. Erst auf natürlichem, dann auf assistiertem Weg. Es stellt sich heraus, dass die Wände meiner Eizellen nicht stabil genug waren und sich oft auflösten. Ein seltenes Phänomen, das ursächlich nicht zu behandeln war.
Die einzige Lösung: Eizellspende. Aufgrund der deutschen Gesetzeslage habe ich diese Lösung selbst herausfinden müssen. Wir recherchierten viel, zum einen über die Möglichkeiten in den einzelnen Ländern und zum anderen darüber, was dieser Weg für uns als Familie bedeuten würde. So war für uns kar, dass wir auf jeden Fall die offene Spende haben wollen, bei der die Kinder die Spenderin später bei Interesse, kontaktierten dürfen. So entschieden wir uns für Dänemark. Wir hatten Glück und haben so viele Blastozysten bekommen, dass wir nun sogar zwei Kinder haben, die genetische Vollgeschwister sind.