Literatur zur Aufklärung nach Eizellspende
Hier findest du ausgewählte Literatur zur Aufklärung nach Eizellspende: für Kinder, Eltern, Fachpersonen und alle, die sich mit dem Thema Familiengründung durch Eizell- oder Embryonenspende beschäftigen. Die Auswahl soll Orientierung geben, Gespräche erleichtern und Mut machen, den eigenen Weg offen zu gestalten.
Kinderbücher zur Aufklärung
Bücher, die Kindern altersgerecht erklären, wie sie entstanden sind und wie vielfältig Familien sein können.
→ zu den Kinderbüchern für die Aufklärung nach Eizellspende
Erfahrungsberichte und Ratgeber für Eltern
Persönliche Geschichten von Eltern und Familien – ehrlich, nahbar und oft sehr ermutigend, sowie praktische Unterstützung für Aufklärung, Gespräche im Umfeld und den Familienalltag nach einer Spende.
→ zu den Büchern für Eltern
Fachinformationen
Hintergrundwissen zu ethischen, rechtlichen und psychosozialen Fragen
→ zu den Fachinformationen
Weiterführend
Das FE-Netz ist die deutsche Vereinigung für Familien nach Eizellspende und setzt sich u.a. für einen offenen Umgang innerhalb der Familien ein. Bei uns findest du viel Erfahrung und Wissen und die Möglichkeit, dich mit anderen Menschen in der gleichen Lage persönlich auszutauschen:
→ Aufklärung & Wissen
→ Seminare und Veranstaltungen
→ Austausch mit anderen Eltern
→ Mitglied im FE-Netz werden

Ich habe mit der Aufklärung unseres Sohnes schon auf dem Wickeltisch begonnen. Ich hatte gelesen, dass eine so frühe Aufklärung dabei hilft, sicher im Umgang mit dem Thema zu werden und kann das für mich auch so bestätigen. Anfangs war ich sehr emotional, wusste nicht genau, was ich sagen sollte. Aber das war egal, denn mein Baby freute sich einfach, dass ich mit ihm sprach und ich gewann nach und nach Routine.
Unser erstes „Aufklärungs“-Buch war „The very special ducklings“
Kindgerechte Bilder, die mein Sohn gerne ansah, er wählt sogar heute manchmal dieses Buch zum Vorlesen aus. Da der Text englisch ist, habe ich anfangs frei erzählt, was in der Geschichte passierte. Nach einiger Zeit habe ich dann die Schrift mit Tipex entfernt und den Text auf deutsch darüber geschrieben. So fiel es mir leichter die Geschichte zu erzählen.
Mein Sohn mochte dieses Buch, mir fiel es etwas schwer einen Zusammenhang zur EZS herzustellen.
Mich störte dabei, dass die eine Ente schon fertige Eier geschenkt bekam, was meiner Meinung nach eher einer Embryonenspende entspricht.
Danach folgte „The Pea That Was Me“.
Ich kann nicht sagen woran es liegt, aber dieses Buch haben wir nur ein paar Mal gelesen.
Mein Sohn hat es nie von selbst zum Lesen gewählt und auch ich finde es wenig ansprechend.
Seit er 3 Jahre alt ist haben wir „Das allergrösste Geschenk“ und „Unsere Familie“.
Mein Sohn liebt beide Bücher sehr und auch ich finde sie klasse.
Das Besondere ist, dass beide Bücher personalisierbar sind. Man kann Baby- und Familienfotos einkleben, den Namen des Kindes eingeben und da es Bücher über Menschen sind, kann man sehr gut den Zusammenhang zur eigenen Geschichte herstellen.
Ich kann beide Bücher klar empfehlen.
Ich denke, dass es einfach wichtig ist, dass man die Spende positiv vermittelt, so dass das Kind merkt, dass man mit seiner Entstehungsgeschichte etwas Schönes, Gutes verbindet, dann wird auch das Kind positive Gefühle empfinden.
Mein Sohn sagt oft: “ Mama, ich bin dein allergrösstes Geschenk, du warst so traurig, dass kein Baby zu dir kommen konnte und dann kam ich, nun bist du immer glücklich“. Wenn er das sagt, dann geht mir das Herz auf und ich glaube fest daran, dass er mit seinem besonderen Weg sein Leben lang klar kommen wird.
Das enge Umfeld, meine behandelnden Ärzte, die Hebamme und die Kinderärzte haben wir schon von Anfang an aufgeklärt. Nach und nach kommen immer mehr Menschen dazu. Wir erzählen es nicht ohne Anlass, aber wenn das Gespräch auf Ähnlichkeiten zu mir kommt oder ein besonderer Anlass besteht (Kindergartenwechsel), dann gehen wir offen mit der EZS um. Ich habe fast ausschließlich gute Erfahrungen damit gemacht. Geholfen hat mir dabei die Reihe „Offen gesprochen“, die mir einige wertvolle Tipps gegeben hat.
Wir haben mit Bildern von den Reisen, dem positiven Test, dem glücklichen Papa, Ultraschall und Bauchfotos, bis zur Geburt und den ersten Monaten ein Fotobuch erstellt. Das schauen die Großen noch immer gerne an. Da wir den Großen auf der Wickelauflage oft vorgelesen haben, habe ich dort auch begonnen zu erzählen, wie sehr wir uns Kinder gewünscht haben, dass wir Hilfe dazu brauchten und dass sie das allergrößte Geschenk waren.
„Tiny itsy Bit Gift of love“ haben sie immer mal wieder ansehen wollen. Von den Bildern her ist es sehr warm, es ist gut übertragbar, m.E. eher für kleinere Kinder.
Persönlich finde ich das allergrößte Geschenk und unsere Familie sehr gut. Wobei eines der Kinder Ähnlichkeiten bei der Spenderin suchte und sagte, „ach das ist doch sowieso“. Ich erzählte, dass wir nicht wissen, wer gespendet hat, wir die nette Frau nicht kennen. Der Vorteil an den Büchern insgesamt ist, dass man leicht ins reden kommt. Es ist nicht nötig „technische“ Dinge zu beschreiben. Mit einfachen Worten genügt oft. So spricht P.Thorn in ihren Aufklärungsseminaren für Eltern z.B. von „in den Bauch gelegt.“
Beispiele für einfache Aufklärung, altersentsprechende Aufklärung von Kindern, gibt es in den Bänden von „offen gesprochen“. Auch zur Aufklärung von Freunden und Verwandten. Kann man immer wieder lesen und empfehle ich gern.
Mir ist es wichtig, dass die Kinder das Gefühl haben, schon immer gewusst zu haben, dass sie sehr gewünscht waren und wir diesen besonderen Weg gehen mussten und Dank dieses Weges wir die Familie werden konnten, die wir sind.
Das hatten wir zuletzt vor 2-3Wochen beim Ansehen der Bücher, die sie länger nicht gelesen haben. Es kommen nach und nach (altersentsprechend) Nachfragen und Einzelheiten hinzu. Immer wieder sagen sie, ihr habt Euch so sehr Kinder gewünscht oder Mama, wir sind das allergrößte Geschenk für Euch?! Wart Ihr auch so traurig? (Wie das Paar in dem Buch)
Sehr schön ist das Buch „Alles Familie“ 2011 mit dem Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Dort sind verschiedenste Familienkonstellationen bildlich dargestellt. Für die Kinder wird deutlich, es gibt viele Wege, viele Konstellationen, viele Gefühle, auch Streit, Ähnlichkeiten und Unterschiede und sie sind alle ok. Auf den letzten Seiten ist Platz die eigene Familie zu beschreiben, sowie für ein Foto. Wer dazu gehört, was uns Spass macht, da sind wir uns ähnlich bzw. verschieden.